Samstag, 06. Dezember 2025

Tauchen Sie ein in die Welt der Logistik

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Zürich hat heute ein neues Kapitel in seiner Logistikgeschichte aufgeschlagen. Coop hat im Hardfeld einen neuen Eisenbahn-Hub offiziell in Betrieb genommen – ein Projekt, das den Warenverkehr in der Stadt spürbar verändern dürfte. Künftig werden über 70 Coop-Filialen in Zürich regelmässig per Bahn beliefert. Das entlastet nicht nur die Strassen, sondern auch das Klima: 58’000 Lastwagenfahrten fallen dadurch jährlich weg.

Bild: Dario Häusermann

Ein Hub mitten in der Stadt

Der neue Umschlagplatz funktioniert nach einem einfachen Prinzip: In Schafisheim werden Waren für die Stadt Zürich auf Güterwagen verladen. Von dort reisen sie direkt per Zug ins Zürcher Hardfeld. Für die letzte Etappe übernehmen modernere, umweltfreundlichere Lastwagen den Transport in die Quartiere.

Die Auswirkungen sind deutlich: Coop reduziert die CO₂e-Emissionen um rund 80 Prozent im Vergleich zu einem rein strassengebundenen Transport. An der Eröffnung betonte Coop-CEO Philipp Wyss: «Wir zeigen mit diesem Hub, dass nachhaltige Transportlösungen bei Coop nicht Zukunftsmusik, sondern gelebter Alltag sind.»

Mehr als ein logistischer Punkt auf der Karte

Coop baut damit sein seit Jahren etabliertes Bahnlogistikkonzept weiter aus. Das unternehmenseigene Bahnunternehmen Railcare ist bereits heute ein zentraler Bestandteil der Coop-Transportkette; zwei Drittel der nationalen Warenbewegungen laufen über die Schiene.

Der neue Zürcher Hub schafft jedoch zusätzliche Vorteile: Die Züge bringen nicht nur Waren in die Stadt, sie nehmen auf dem Rückweg auch Leergut und Abfälle mit, etwa die PET-Flaschen aus den Supermärkten. Dadurch entstehen kaum Leerfahrten, was den Verkehr weiter reduziert und die Effizienz steigert.

Zwischen Schafisheim und Zürich könnten so künftig bis zu 8'100 Staustunden pro Jahr eingespart werden. Für eine ohnehin stark belastete Verkehrsregion ist das eine bemerkenswerte Entlastung.

Teil einer langfristigen Klimastrategie

Seit über 50 Jahren gehört Nachhaltigkeit zum Selbstverständnis von Coop. Der Klimaschutz bildet dabei einen der drei strategischen Schwerpunkte des Unternehmens. Ziel ist es, bis spätestens 2050 Netto-Null-Emissionen zu erreichen.

Die Verlagerung von Waren auf die Schiene zeigt Wirkung: Allein im vergangenen Jahr sparte Coop dank dieser Kombination aus Zug- und Strassentransport über 18 Millionen Strassenkilometer ein, genug für 450 Erdumrundungen.

Ein Schub für Zürich und ein Signal für die Branche

Mit dem neuen Bahn-Hub setzt Coop ein Zeichen: Nachhaltige Logistik ist nicht nur theoretisch möglich, sondern auch im dicht befahrenen urbanen Raum praktikabel. Zürich erhält damit einen effizienteren, saubereren und zukunftsfähigeren Warenfluss, ein Modell, das in der Schweiz und darüber hinaus Schule machen könnte.

Redaktion log-net.ch

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