Samstag, 06. Dezember 2025

Tauchen Sie ein in die Welt der Logistik

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Der Black Friday bleibt ein zentraler Termin im E-Commerce. Neue Daten aus dem DHL eCommerce Trends Report zeigen: 84 % der Händler wollen 2025 teilnehmen, weil viele bereits 2024 höhere Umsätze erzielten. Vor allem grosse Unternehmen konnten stark zulegen – 69 % melden Wachstum. Kleinere Händler bleiben zurückhaltender und erwarten eher moderate Ergebnisse. Für sie ist der Tag Chance und Risiko zugleich: Hohe Nachfrage trifft aufsteigende Konkurrenz und teilweise sinkendes Vertrauen der Kunden.

Bild: DHL

Vertrauen schwindet – besonders bei älteren Zielgruppen

Auch wenn Händler überzeugt sind, dass ihre Angebote gut ankommen, zeigt die Studie eine deutliche Diskrepanz. 69 % der Händler glauben, dass ihre Kundschaft den Preisen vertraut, doch nur 50 % der Käufer:innen teilen diese Einschätzung. Besonders interessant: Die Generation Z zeigt sich vergleichsweise optimistisch – 56 % halten die Black-Friday-Preise für vertrauenswürdig, während bei den Babyboomern nur 38 % daran glauben. Gleichzeitig ist die Kaufabsicht der jüngeren Zielgruppe deutlich höher. Sie plant, verstärkt zuzuschlagen, wohingegen ältere Kundschaften zurückhaltender sind.

Was Käufer:innen antreibt – und was sie stoppt

Beim Kaufverhalten dominieren bekannte Treiber: Rabatte (71 %), exklusive Deals (49 %) und zeitlich begrenzte Aktionen (44 %). Immer wichtiger werden Kundenbewertungen – 64 % der Kunden lassen sich davon beeinflussen, oft über Social Media. Auch flexible Zahlungsmöglichkeiten und Trends aus sozialen Netzwerken spielen eine immer stärkere Rolle.

Ein weiterer Punkt mit hohem Einfluss ist die Lieferung: 82 % der Käufer:innen brechen ab, wenn ihre bevorzugte Lieferoption fehlt. Gratisversand bleibt dabei eines der wichtigsten Argumente. Zudem zeigt sich ein klarer internationaler Trend: 62 % kaufen auch im Ausland ein, wenn dort bessere Angebote zu finden sind.

Achtung: Viele Kunden zweifeln an echten Rabatten

Trotz hoher Kaufbereitschaft steigt die Skepsis. Für viele wirkt die Rabattschlacht wie ein „Fake“. Die jährlichen, teils unübersichtlichen Preisaktionen hinterlassen Spuren. Händler mögen ihre Rabatte für transparent halten – doch die Zahlen zeigen: Ein grosser Teil der Konsumente vertraut ihnen nicht. Besonders ältere Zielgruppen schauen genauer hin und vergleichen stärker. Damit wird klar: Wer künftig erfolgreich sein will, muss mehr bieten als grosse Prozentzahlen. Ehrliche, klar kommunizierte Preise und nachvollziehbare Rabatte werden für den langfristigen Erfolg wichtiger als kurzfristige Verkaufsstunts.

Black Friday gewinnt auch im B2B-Markt an Gewicht

Die Bedeutung des Black Friday wächst nicht nur im B2C-Bereich. 85 % der B2B-Händler planen 2025 eine Teilnahme. Für sie ist der Tag ein strategischer Hebel, um neue Kunden zu gewinnen und bestehende Kontakte zu aktivieren. 2024 erzielten 63 % höhere Umsätze, fast die Hälfte übertraf das normale Verkaufsniveau. Das zeigt: Auch Geschäftskunden reagieren zunehmend auf zeitlich begrenzte, klare Angebote – allerdings mit einem stärkeren Fokus auf Glaubwürdigkeit und Nutzen.

Ausblick: So entwickelt sich der Black Friday in den nächsten 1–2 Jahren

Die kommenden Jahre dürften von zwei Trends geprägt sein: Wachstum und Vertrauensdruck. Der Black Friday wird weiter an Bedeutung zunehmen, der Wettbewerb ebenfalls. Kunden erwarten transparente Preise, nachvollziehbare Rabattaktionen und vor allem zuverlässige Lieferoptionen. Social Commerce – also Käufe direkt über soziale Netzwerke – wird stark an Einfluss gewinnen. Zudem wird die Gen Z durch ihre steigende Kaufkraft und ihr Trendbewusstsein zum wichtigsten Treiber. Händler, die konsequent auf klare Kommunikation, einfache Bestellprozesse und flexible Versandlösungen setzen, werden sich durchsetzen. Andere riskieren, in der Masse der Rabattschreie unterzugehen.

Globale E-Commerce-Einblicke: Was Käufer wollen und wie Unternehmen darauf reagieren finden Sie hier: https://www.dhl.com/global-en/microsites/ec/ecommerce-insights/insights/reports.html

Redaktion log-net



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